Saaten sind eine wertvolle Zutat beim Brotbacken – sie verleihen dem Gebäck Geschmack, Biss und zusätzliche Nährstoffe. Doch bevor sie in den Teig kommen, sollten die kleinen Alleskönner unbedingt vorquellen.
Vorteile des Quellens
- Bessere Teigkonsistenz: Ungenässte Saaten entziehen dem Teig während des Backens Feuchtigkeit. Das kann zu trockenem Brot führen.
- Optimale Backeigenschaften: Durch das Quellen werden Saaten weicher und lassen sich besser in den Teig einarbeiten.
- Längere Frischhaltung: Vorquellen erhöht die Wasserbindung im Brot, was es saftiger macht und länger frisch hält.
- Verbesserte Nährstoffaufnahme: Durch das Einweichen werden Enzyme aktiviert, die die Verdauung unterstützen.
So geht’s richtig:
Für 100 g Saaten nimmt man ca. 100–150 ml Wasser. Die Quellzeit variiert je nach Saat:
Saat | Wasseraufnahme | Quellzeit |
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Blaumohn | ca. 100 ml | 2–3 Std. |
Chiasamen | ca. 500 ml (Gelbildung) | 30 Min. |
Kürbiskerne | ca. 100 ml | 3–4 Std. |
Leinsamen | ca. 250 ml (Gelbildung) | 2–3 Std. |
Sesam | ca. 100 ml | 2–3 Std. |
Sonnenblumenkerne | ca. 100 ml | 3–4 Std. |
Häufige Fehler vermeiden:
Zu wenig Wasser: Saaten können dem Teig Feuchtigkeit entziehen.
Zu lange Quellzeit: Manche Saaten verlieren dann ihre Struktur.
Keine Quellzeit: Besonders bei Leinsamen und Chia kann das die Teigführung erschweren.
Mit gequollenen Saaten wird dein Brot saftiger, aromatischer und noch leckerer!